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Die Geschichte von Fronhofen

 

 

Fronhofen ein kleines Dorf mit 100 Einwohner  liegt 4 km nordwestlich von Bissingen auf dem Höhenrücken über dem hier enggewundenen und mächtig in die Jurahöhen Eingetieften Lauf der Kessel.

Schon durch seinen Namen, der als Siedlung an einem Fronhof (= Herrenhof, Burg) zu erklären ist, weist der Ort darauf hin, dass er keine alemannische Gründung ist, sondern die eines Adelsgeschlechtes.

 Ortsgründer waren wahrscheinlich die edelfreien Herren von Fronhofen, die dem gleichen Geschlechte angehörten, welches sich auch auf anderen Kesseltalburgen nachweisen lässt.  Die Herren von Fronhofen sind nur um 1140/50 genannt.  Die zwischen 1268 und 1313 nachgewiesenen jüngeren Herren von Fronhofen waren Dienstleute der Herren von Hohenburg.  Fronhofen teilte in der Folgezeit die Geschichte der Herrschaft Hohenburg.

Fronhofen bestand im Jahre 1559 aus 2 Höfen und 15 Sölden, im Jahre 1813 aus 21 Wohnhäusern und 1961 aus 29 Wohnhäusern.  Seither ist der Ort nur wenig gewachsen.                                             

Entsprechend seiner geschichtlichen Vergangenheit ist Fronhofen Sitz einer alten Pfarrei, Pfarrkirche ist nicht die Maria-Hilf-Kirche im Ort selbst, sondern die Michelskirche  500 m nördlich auf der bewaldeten Bergkuppe des Michelsberges.  Auf seiner Nordseite befindet sich die Höhle "Hanseie Hohl" mit Funden aus der Jungsteinzeit. 

Die heutige Michaelskirche stammt aus dem 17.  Jahrhundert, während die Maria-Hilf-Kirche auf einen Neubau von 1863 zurückgeht.

 Zu Füßen der stattlichen Ruine Hohenburg auf dem Schlossberg liegt die seit dem Jahre 1455 genannte Hohenburgermühle.  

Nördlich von Fronhofen liegt der Weiler Tuifstädt, der wohl als Rodungssiedlung von Untermagerbein aus angelegt wurde.  Der Name des Ortes bedeutet soviel wie zu der tief gelegenen Stätte oder tief gelegenen Stelle.  Im Jahre 1268 saßen hier  Ministerialen, die sich als Herren von Tiufsteten benannten.  Von Ihrem Herrensitz hat sich nichts erhalten.  Den Grundbesitz teilten sich die Herrschaften Hohenburg und Harburg sowie das Kloster Maria Medingen, das dann seinen Besitz an die Herrschaft Diemanstein vertauschte 1813 bestand Tuifstädt aus 3 Wohnhäusern, 1961 zählt der kleine Ort 8 Wohngebäude

1,2 km nordöstlich von Fronhofen liegt der Weiler Obermagerbein, gleichfalls eine junge Ausbausiedlung, welche wohl von Unter- oder Burgmagerbein aus angelegt wurde.  Zur Unterscheidung von diesen beiden an der Kessel gelegenen Magerbein wurde Obermagerbein wegen seiner trockenen Lage auch Dürrmagerbein genannt, Anteil am Grundbesitz hatten die  Herrschaften Hohenburg und Harburg sowie das Kloster St. Georgen im Schwarzwald bzw. ab 1468 das Kloster Mönchsdeggingen. 1806 kam Obermagerbein an Bayern. 1813 bestand der Ort aus 5 Häusern, 1961 zählt er nur mehr 3 Wohngebäude.  

Fronhofen war  eine eigenständige Gemeinde bis sie  1972 im Zuge der Gebietsreform nach Bissingen eingegliedert wurde.                     

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Mariahilfkirche

Von weitem grüßt uns schon die Zwiebelhaube des seit 1948 stehenden Turmes der 1863 in neuromanischem Stil aus Mitteln der Gemeinde erbauten Mariahilfkirche.

Die Pfarrkirche von Fronhofen war und ist jedoch St. Michael auf dem Michelsberg.  Nachdem aber die Kirche auf dem Berg 1720 ausgeplündert worden war, erbaute der damalige Pfarrer Joh.  Joseph Kößner 1723/24 aus eigenen Mitteln in dem Dorf Fronhofen eine Kapelle, die 1752 geweiht wurde.  Unter dem Fronhofer Pfarrer Joseph Ulrich Kieser wurde diese 1803 erweitert. 

  An der Südwand sehen wir ein Kruzifix des 19. Jh.., darunter die schmerzhafte Muttergottes um 1700 auf Rokokosockel.  Die Nordwand gegenüber wird von zwei Statuen beherrscht, die am ehemaligen Kanzelplatz angebracht sind.  Herz Jesu und Herz Maria.  Sie stammen von der Hohenburger Mühle.  Auf dieser Seite unter der Empore hängt ein Holzrelief - es hing früher im Chorraum der Michaelskirche - die Flucht nach Ägypten, Ende 17. Jh.., eine bäuerliche Arbeit, neue Fassung.  Die beschädigte Madonna, welche nach dem Kirchenraub 1980 (Michaelskirche) wieder auftauchte, steht auf dem linken Seitenaltar.

Die Pieta auf dem rechten Seitenaltar stammt vom »Schorleshof«, Fronhofen.  Vermutlich 1. Hälfte 18. Jh.

An der Süd und Nordwand finden wir den Kreuzweg in Hinterglasmalerei, Pfarrer Georg Berchtenbreiter (+1993) war ein leidenschaftlicher Maler er versuchte auch alle Kunstgegendstände in der Pfarrei zu erhalten. 

Die Orgel der Mariahilfkirche wurde 1908 eingeweiht.  Am 10. 11. 96 wurde die Orgel nach umfangreicher Renovierung von Dekanatskantor Georg Halbig, Dillingen/D. vorgestellt und mit einem Pfarrgottesdienst wieder geweiht. Sie wird gespielt von einem Jungen sehr Talentierten  Organisten Mario H. und erfreut mit dem schönen Klang die Kirchenbesucher.  

 

 

 

(Quelle: Landkreis u Stadt Dillingen/Donau "Ehedem und Heute")

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